Fellfarbe und Auswirkungen auf die Gesundheit

Blue merle

Sky
Unsere Stammhündin

Der Blue merle ist von Natur aus ein tricolour-Hund, bei dem das sog. Merle-Gen dafür sorgt, dass die schwarze Pigmentierung nur an wenigen Stellen ausfärbt. Übrig bleibt ein silbriges Blau. Je gleichmäßiger dieses ist desto besser. Lange Zeit galten die Blue merles als anfällig gegenüber Krankheiten. Langjährige wissenschaftliche Untersuchungen haben aber klar gezeigt, dass die Blue merles kerngesunde Tiere sind.

Double merle (Weißtiger)

Double Merle Sheltie
Quelle: http://min-mew.deviantart.com/art/Toby-the-double-merle-sheltie-79981350

Double merles können entstehen, wenn zwei blue merle Tiere miteinander verpaart werden. Dabei können homozygot blue merle Tiere entstehen. Die Fellfarbe der Tiere wird zu einem sehr hellen, fast weißen Grau. Auch am Kopf zeigt sich diese fahle Farbe. Hierbei gibt es eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass diese Tiere blind und taub werden. Deshalb ist beim VDH die Zucht der Tiere strengstens verboten.

Blue merles dürfen nur mit Tricolours verpaart werden. Tricolours sind immer reinerbig, so dass keine Double Merles entstehen. Bei einer Verpaarung Blue merle x Sable oder Dark Sable könnte es vorkommen, dass der Nachwuchs zum Träger des Merle-Gens wird, ohne dass dieses äußerlich sichtbar wäre. Damit sich der Merle-Faktor nicht unerkannt verbreiten kann, ist auch diese Verpaarung verboten, obwohl hierbei sehr interessante Fellfarben zu erwarten wären.

Deshalb: Blue merles sollten Sie nur bei einem seriösen Züchter kaufen, der sich an die strengen Zuchtvorgaben hält.

Weißfaktor

Beauty als Welpe
2 Wochen alt

Die "Weiß-Gene" (NICHT verwechseln mit dem Merle-Gen!) sind verantwortlich, dass ein Sheltie mehr oder weniger weiße Abzeichen trägt. Wenn ein Hund besonders ausgeprägte weiße Abzeichen wie Beauty trägt, spricht man von einem weiß-faktorierten Hund. Erkennbar sind diese Hunde an der weißen Innenseite des hinteren Beinpaares. Der Weißfaktor hat nach heutigen Erkenntnissen keinerlei Auswirkungen auf die Gesundheit der Hunde.

Schecken und CHWS

Barolo mit 6 Wochen (I-Wurf)
Ein wunderschöner CHW-Sheltie

Werden nun zwei Hunde mit besonders viel Weiß-Faktor miteinander verpaart, können Schecken entstehen. Schecken tragen auch am Rücken und in der Lendengegend weiße Abzeichen. Dieses gilt als Farbfehler. Schecken sind aber kerngesunde Tiere, die immer mehr Anhänger finden, da die Hund sehr ansprechend ausehen.

Beim Colour Headed White Sheltie (CHWS) kommt noch mehr Weiß zusammen. Die Grundfarbe ist weiß mit wenigen farbigen Flecken. Der Kopf bleibt aber farbig. Deshalb Colour Headed White Sheltie. Auch dies Hunde sind kerngesund und erfreuen sich einer kleinen aber begeisterten Fan-Gemeinde. Mit den Double merles haben diese Hunde nichts gemein. Sie werden immer wieder mit diesen verwechselt, obwohl sie leicht zu unterschieden sind: Double merles haben einen hellgrauen, fast weißen Kopf, die CHWS haben einen farbigen Kopf (schwarz/braun/weiß).