Einen Sheltie zu haben, bedeutet:

  • auf die Kreativität des Junghundes stolz zu sein, der nicht nur einen Blumenstock umgeworfen hat, sondern vorsorglich zum Schutz des Bodens vorher noch Frauchens Lieblingshose darunter gelegt hat.
  • das schöne Gefühl, nie allein zu Hause zu sein.
  • den heimischen Bürostuhl nur noch mit allergrößter Vorsicht zu bewegen, damit nicht wieder ein paar Rutenhaare ausgerissen werden.
  • die Jahreszeiten und das Wetter viel intensiver zu erleben und auf Spaziergängen zu merken, wie schön die Natur ist. 
  • einen besonders guten Draht zu Collies und deren Besitzern aufzubauen, wo man auch immer Ihnen begegnet.
  • einen Tennisarm zu haben, nur weil der Hund es so liebt, hinter weit geworfenen Stöckchen her zu rennen und man es beim gemeinsamen Training übertrieben hat.
  • es einfach nur süß zu finden, wenn der Junghund eine Toilettenpapier-Rolle gleichmäßig im ganzen Stockwerk verteilt.
  • es normal zu finden, dass zwei erwachsene Menschen nichts Wichtigeres zu tun haben, als auf dem Fußboden herumzurobben, um sich unter merkwürdigen Lautäußerungen mit einem Hund um ein Seil zu balgen oder unter Möbelstücken nach verlorenen Tennisbällen zu suchen.
  • Gummistiefel und extra-große Goretexjacken im feuchten Herbst und Frühjahr zur Lieblingskleidung zu erklären und tapfer darüber hinwegzusehen, dass man auf allen Schnappschüssen mindestens 30 kg schwerer aussieht als man ist.
  • Hundehaare auf dem Fußboden und an allen möglichen sonstigen Stellen zwar nicht attraktiv, aber normal zu finden und sämtliche Entschuldigungen angesichts überraschendem, unbehundetem Menschenbesuch tapfer herunterzuschlucken.
  • immer und jederzeit mit wahrem Enthusiasmus und ansteckender, großer Freude begrüßt zu werden.
  • in der Öffentlichkeit immer wieder auf den tollen Hund angesprochen zu werden.
  • in einer schlaflosen Nacht sich im Bett herumzuwälzen, plötzlich das warme Schnaufen des Hundes im Ohr zu spüren, der einen Massage-Antrag stellt, der dann merkwürdigerweise den Kraulenden ebenso entspannt wie den Gekraulten.
  • mitleidig den Problemen anderer Hundehalter zu lauschen und heimlich zu denken: ich habe die einzig wahre Hunderasse!
  • nach einem harten Tag das Gesicht im warmen, weichen Pelz seines Shelties zu vergraben und sich augenblicklich zu entspannen.
  • nie um ein passendes Wort verlegen zu sein, wenn man mit Gästen gerade eine schöne Mahlzeit zu sich genommen hat und Würgegeräusche unter dem Tisch erkennen lassen, dass der Hund sich anschickt, seinen Mageninhalt samt Grasbüscheln etc. auf dem Teppich zu deponieren.
  • sich immer wieder für die Intelligenz und Sensibilität der Shelties zu begeistern.
  • sich nachts im Dunklen nur schlurfend zur Toilette zu bewegen, damit man nicht auf den Hund tritt.
  • sich nicht mehr darüber zu wundern, dass man von Leuten, die man täglich beim Spaziergang trifft, zwar nicht an den Namen erinnert, aber genau weiß, wie Ihr Hund heißt.
  • stundenlang mit anderen, eigentlich fremden Leuten über so interessante Themen zu diskutieren, wie man Zecken am besten entfernt und welche Vorzüge welche Hundebürste hat. 
  • völlig aus dem Häuschen zu sein, wenn man unterwegs einem anderen Sheltie begegnet.
  • wenn man anstelle einer tollen Reise den Jahresurlaub zuhause verbracht hat, um Welpen aufzuziehen und dabei mehr Aufregendes, Schönes und Anstrengendes erlebt hat als in tausend fernen Ländern. 
  • zu akzeptieren, dass die jungen Hunde von “Schöner Wohnen” zuweilen andere Ansichten haben.
  • völlig entrüstet zu sein, wenn ein Ahnungsloser den Sheltie als hübschen Spitz-Mischling bezeichnet.
  • festzustellen, wie unerträglich still ein Haus sein kann, wenn der Hund gestorben ist.